Ansichten eines Informatikers

Für das Bremsen vor einem Kind verprügelt – von dessen Vater

Hadmut
5.5.2026 18:49

Zu den neuen Prügelsitten in Deutschland schreibt mir ein Leser:

Man wird vom Vater eines Kindes verprügelt, weil man gebremst hat, um das Kind nicht zu überfahren.

So etwas ist mir vor ungefähr 20 Jahren mal passiert. Damals wohnte ich noch in Karlsruhe in der Nordstadt, in der Tennesseeallee. Ich war auf dem Heimweg und bog vom Adenauerring in die Michiganstraße ab. Auch nicht zu schnell, geht ja auch gar nicht, weil man erst links, und dann gleich wieder rechts abbiegt, da kann man gar nicht schnell werden und hat auch keinen Grund dazu. Ich war gedanklich schon zuhause, als mir zwischen den rechts parkenden Autos unvorhersehbar ein kleines Kind direkt vor das Auto lief. Praktisch unmöglich, den Unfall noch zu vermeiden, eigentlich keine Chance, das noch zu verhindern.

Ich weiß nicht, wie ich das geschafft habe, aber damals hatte ich noch richtig gute Reflexe und stand, als ich das Kind überhaupt wahrgenommen habe, schon längst auf der Bremse, und zwar mit solcher Kraft, dass die Rückenlehne geknackt hat. Keine Ahnung, wie das möglich war, aber die totale Vollbremsung lange bevor das Bewusstsein die Situation erfassen konnte. Kind gerettet, nichts passiert, noch etwa 20cm Abstand zwischen Kind und Auto, als das Auto stand.

Ich habe es in meinem ganzen Leben vorher und auch danach nie wieder geschafft (und auch nicht gebraucht), so wahnsinnig schnell zu bremsen.

Ich hatte gleichzeitig – ebenso unbewusst – die Hupe gedrückt, auch weil ich mich mit beiden Händen auf der Lenkradplatte abgestützt hatte. Und dafür ist die Hupe ja auch da, um in der Gefahr zu warnen. Auch das hat funktioniert, denn das Kind hatte überhaupt nicht auf den Verkehr geachtet, dann aber durch die Hupe seinen Fehler bemerkt und schaute mich völlig entsetzt, aber dann hellwach mit den Augen gerade so knapp über die Motorhaube an, und begriff dann auch, wie gefährlich das gewesen war. Ich nehme an, das Kind hat dabei etwas fürs Leben gelernt.

Weil das aber so eine Gewaltbremsung war und ich erst einmal selbst erfassen musste, wie und warum ich eigentlich so schnell und heftig gebremst hatte, war ich nicht sofort von der Hupe runter, sondern habe so ungefähr 2 Sekunden lang gehupt, bis ich die Situation erfasst und festgestellt hatte, dass dem Kind nichts passiert ist und wieder bewusste, überlegte Entscheidungen getroffen habe.

Was passierte?

Der Depp von Vater, der auf sein Kind nicht aufgepasst hatte, kam an die Fahrertür, ging auf mich los und wollte mich verprügelt, weil ich es gewagt hatte, sein Kind anzuhupen. Niemand dürfe sein Kind anhupen.

Ich habe versucht, ihm klarzumachen, dass er gerade sein kleines Kind fast umgebracht hätte, weil er es auf die Straße hat laufen lassen, ich gerade sein Kind gerettet hätte und das Kind jetzt womöglich tot wäre, wenn ich nicht gehupt hätte. Wollte der nicht begreifen. Sein Kind könne machen, was es will, und alle anderen haben eine großen Bogen um sein Kind zu machen. Und zwar auch dann, wenn man das Kind vorher gar nicht sehen kann.

Es ist immer wieder erstaunlich, welche Wahrnehmung manche Leute vom Straßenverkehr haben. Die nehmen den Straßenverkehr überhaupt nicht als technischen Vorgang wahr, sondern allein als soziale Interaktion.

Wenn ich so darüber nachdenke, fällt mir jetzt, nach 20 Jahren, auf, dass das vielleicht mit dem verwandt sein könnte, was ich bei Linken so oft beobeachtet habe, dass denen die ratio fehlt, dass sie alles immer nur emotional-sozial, in Rudelmechanik wahrnehmen.

Ich habe immer stärker den Eindruck, dass unsere Welt voller Rudelzombies ist, die alles nur als soziale Interaktion auffassen und begreifen. Ich hatte doch von dieser komischen Familie im Flugzeug und der hübschen, aber strohdoofen Niederländerin im anderen Flugzeug erzählt. Die haben das auch nicht begriffen, dass für einen Flug gewisse sachliche Anforderungen gelten, wo man sich hinzusetzen und wie man sich zu benehmen hat, sondern fassen alles immer nur rudelmechanisch, in der Rangordnung, als soziale Interaktion auf.

Und manche Väter kapieren nicht, dass ihr Kind in Gefahr war, und jemand gebremst hat, um es zu retten, sondern fassen das als „da hat einer mein Kind blöd angemacht“ und Fall von mangelndem Respekt auf.

Und das nimmt gerade ganz schlimme Ausmaße an.

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