Die „Hackerin“
Leser fragen, Danisch antwortet.
Ein Leser fragt an, was ich von diesem Interview mit der Hackerin Lilith Wittmann halte.
Naja, allzuviel steht nicht drin.
Bei dem, was sie da über Sicherheitslücken und das Problem, „Männer“ zu überzeugen sagt, hat sie recht. Das habe ich auch so beobachtet. Das ist manchmal wirklich schwierig, das den Leuten auch zu verklickern, dass sie ein Problem haben.
Und das Problem, dass in der Politik und Verwaltung zu wenig Leute mit Ahnung sitzen, ist auch richtig, das sehe ich genau so.
Wenn sie sich aber eine Frau als Vorgesetzte wünscht, kann ich nur sagen „Bedenke, worum Du bittest…“. Ich habe selbst noch keine Frau als Vorgesetzte gehabt, aber reichlich als Vorgesetzte anderer Leute beobachtet und erlebt. Manchmal geht das gut. Aber nur manchmal. Da gab es nicht wenige Katastrophen.
Bedenken habe ich etwas dabei, dass sie glaubt, sie könne die Arbeit des Beauftragten für Informationstechnik machen. Die wird erst 30. Nun weiß ich nicht, was die nach ihrem Schulabbruch so gemacht hat, aber an sowas kann man sich aus einer Hacker- und Nerd-Perspektive sehr leicht verheben. Da muss man aufpassen, dass aus einer Nerd-Überlegenheit keine Überheblichkeit wird. Wenn man andererseits aber sieht, was für Leute dann in der Realität solche Jobs bekommen – denkt nur mal an Laura Sophie Dornheim – dann habe ich zumindest den ersten Eindruck, dass sie solche Leute wohl locker in die Tasche stecken könnte. Es steckt aber auch eine jugendliche Naivität hinter dem Ansinnen, einen solchen Job überhaupt machen zu wollen. Jemand mit Hirn will eigentlich nicht in diese Politmühle, in der alles verblödet.
Worüber ich noch nachdenken muss ist die Sache mit dem Verfassungsschutz.
Einerseits halte ich den Verfassungsschutz für eine hochkriminelle Organisation und es für richtig, deren Machenschaften aufzudecken. Andererseits bin ich mir nicht so sicher, wem man damit in die Hände spielt, wenn man so etwas öffentlich aufdeckt.
Ich weiß nicht, was dahinter steckt und kenne die nicht näher, habe nur ihren Namen gelegentlich gelesen.
Aber zumindest nach dem, was ich da lese, wirkt das auf mich deutlich positiv, allerdings eben auch auf dem Professionalitätsniveau von jemandem unter 30. Das ist kein Vorwurf, denn so ist das unter 30, und Richtung 40 geht das erfahrungsgemäß auch bergauf. Ein Mangel an einer regulären Ausbildung könnte da ein Hindernis darstellen.
Das ist aber ein typisches Beispiel für meine Berufserfahrung, dass sich Feminismus und Frauenförderung negativ auswirken. Denn vor der großen Gender- und Queer-Welle hatten wir noch zwar nicht sehr viele, aber doch einige Frauen, die sich auf dem Gebiet tummelten, und oft (nicht immer) auch gut waren. Seit wir die große Frauenförderung haben, haben Frauen extrem stark nachgelassen und hängen nur noch in der Förderhängematte, kommen stattdessen jetzt synthetische Talente.
Sagen wir es so: Soweit da geäußert kann ich die fachlichen Ansichten bestätigen. Die genannten Probleme haben wir wirklich.