Ansichten eines Informatikers

Warum Linken der Arsch brennt

Hadmut
2.4.2025 23:21

Schöne Leserantwort:

Langer Text, anklicken. Nur ein Detail habe ich daran auszusetzen.

Sehr schön beschrieben.

Es gibt einige Zuschriften von Lesern, die die – scheinbare – Nähe zwischen Islam und Sozialismus beleuchten, wie

  • Verneinung des Individuums zugunsten eines streng reglementierten Kollektivs.
  • Unantastbarkeit und Primatstellung der Ideologie
  • Judenfeindlichkeit
  • Hoher Stellenwert von Moral, kaum Wert von Wissenschaft und Verstand
  • bedingungsloser Gehorsam
  • Gewaltbereitschaft
  • Verachtung von „Ungläubigen“
  • Starke Einteilung in gut und schlecht, halal und haram
  • Radikale Ablehnung und Zerstörung des „Konservativen“, Kunst, Kultur, Eigenschaften aller Art, Strikte Reduzierung auf die Religion.

Dazu verweist mich ein Leser auf diesen Artikel bei Ansage.org: 75 Prozent der Muslime wählten links – warum?

Islam heißt übersetzt Unterwerfung. Die Umma versteht sich im Rückgriff auf die Frühzeit des Islams als eine „egalitäre Gesellschaftsverfassung“. Diese gleichmachende Egalität der islamischen Gemeinschaft ist auch ein Wesens-merkmal des Sozialismus, zu dem sich Linke und Muslime gemeinsam bekennen.

Nicht zufällig hatten viele islamischen Länder aufgrund ihrer Ideologie linke, autoritäre Regimes; siehe hier die aktuelle Liste der Regierungssysteme nach Staaten. Früher noch mit starken kommunistischen Parteien, die auch heute sozialistische Systeme sind; auffällig in Nordafrika, wie diese Karte zeigt. Man sollte eigentlich denken, sie fliehen vor den dortigen islamisch-sozialistischen Verhältnissen – aber genau diese wählen sie hier in Deutschland wieder. Dabei stellen Muslime und Sozis – im Gegensatz zu unserem freiheitlichen Grundgesetz – das Individuum nicht in den Vordergrund. „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ lautet der Artikel 1 des Grundgesetzes – die Würde des Einzelnen. Bei Linken und Muslimen genießt jedoch der sozialistische Kollektivismus einen höheren Stellenwert.

Die Linken auf kommunaler Ebene fördern den Moscheebau, eine religiöse Neigung, die sie im Fall christlicher Kirchen nie an den Tag legten; im Gegenteil. Und diese Förderer besuchen dann gerne islamische Feste – anders als Kirchenfeste. Dafür bedanken sich die Günstlinge der Linken auch bei Wahlen. Muslime haben ein fast pathologisches Selbstverständnis einer permanenten Benachteiligung der Muslime als „zu kurz Gekommenen“. Dieses Opfernarrativ wird bestens von den linken Umverteilungspolitikern bedient, „von oben nach unten“ und “von reichen Einheimischen zu armen Ausländern“. Wenn das mal kein Kreuzchen wert ist!

Muslime wollen Veränderung, Fortschritt in ihrem Sinn: Die Verbreitung des Islam. Eine Bewahrung des Erreichten, also ein konservatives Verständnis der gewachsenen Kultur, ist ihnen eher fremd. Also wählen sie links, wohlwissend, dass dem Islam alleine schon demographisch die Zukunft gehört, ohne dass es eines Dschihads bedarf. Die überwiegend muslimischen Einwanderer wollen zudem natürlich dennoch alles, was man zu einem guten Leben braucht. Wer kann es ihnen verdenken? Schließlich wurden sie durch die üppigen Sozialleistungen und proaktiv von vielen Politikerinnen (Merkel, Göring-Eckardt und andere) angelockt.

Das erklärt, warum die Linken so islamophil sind: Die dachten, das seien die perfekten Sozialisten. Man nahm offenbar an, dass Muslime eigentlich aufgrund ihrer Religion schon perfekte Sozialisten sind, man ihnen nur noch etwas Deutsch und Marx beibringen muss, um den perfekten Sozialismus zu bauen, während die DDR daran gescheitert sei, „noch nicht die richtigen Menschen“ gehabt zu haben.

Es liegt auf der Hand, dass man Muslime wegen der Ähnlichkeiten zwischen Islam und Marxismus für optimale Sozialisten hielt.

Aber, ach.

Es ging schief.

Sie hatten übersehen, dass Islam und Marxismus völlig unvereinbar sind, weil der Marxismus im Diesseits, der Islam aber im Jenseits stattfindet. Ich hatte das schon in verschiedenen Blogartikeln beschrieben, beispielsweise hier.

Die Linken stehen nun vor einem großen Problem. Denn sie hatten fest damit gerechnet, dass Muslime sich mit ihnen verbrüdern, weil sie sich doch für nahezu deckungsgleich hielten, und man annahm, dass sich Islam als Religion und Marx als weltliches Gesellschaftssystem optimal ergänzen, man also nur Muslimen ein bisschen Marx und Deutschen ein bisschen Allah beibringen muss und fertig ist die perfekte Einheitsmischung.

Das Problem ist aber nun, dass Muslime wegen ihrer starken, ausschließlichen jenseits-Orientierung gar nicht daran denken, sich mit Linken einzulassen, und die Gleichung aus ihrer Sicht völlig anders aussieht: Aus Sicht der Muslime sind Linke einfach Teil der Ungläubigen im Diesseits und damit wertlos. Haram. Insbesondere nach Koran auch nicht freundschaftsfähig. Man darf oberflächliche Höflichkeiten austauschen, wenn es nützt, aber mehr auch nicht. Beide, Linke wie Muslime, hielten den jeweils anderen für seinen nützlichen Dummen, aber die Muslime haben sich durchgesetzt.

Und deshalb brennt den Linken jetzt der Kittel, weil sie in der naiven Überzeugung, mit einer Islamisierung den großen Sozialismus zu starten, faktisch nur die Gesellschaft zerstört haben, den sinnbildlichen Ast abgesägt haben, auf dem sie sitzen.

Und damit komme ich zu meinem Kritikpunkt am eingangs erwähnten Tweet.

Denkt mal 25 Jahre zurück – was wussten wir schon vom Islam.

Das ist genau das Problem. Die falsche Zahl.

Vor 50 Jahren nämlich wussten wir allerhand vom Islam. Da hießen die zwar noch Mohammedaner oder Muselmanen, aber es war allgemein klar, dass sie es mit dem Terrorismus haben, siehe etwa den Anschlag auf die Olympischen Spiele oder die Entführung der Landshut.

Aber nicht nur die Nazis, auch die SED, die Stasi und die RAF hatten enge Verbindungen zum Islam und die RAF wurde in Nahost ausgebildet. Das war bekannt, dass der Islam eine aggressive und gefährliche Angelegenheit ist und dass der mehrere ehemals freie Länder wie Pakistan und Afghanistan übernimmt.

Die Russen sind schon an dieser Idee gescheitert, denn der ersten Afghanistankrieg 1979–1989 ging ja schon darum, dass die Russen eine säkuläre, sozialistisch-kommunistische Regierung stützen, installieren wollten, die Mudschahedin, zu deutsch Dschihadisten, aber einen Gottesstaat wollten. Eigentlich hätte man am praktischen Beispiel von Afghanistan schon sehen können, dass Islam und Sozialismus/Kommunismus nicht zusammengehen.

Und ebenfalls 1979 wurde der Schah von Persien gestürzt, in der „Islamischen Revolution“. Zwar wollten die Linken das schon lange, es gab ja die berühmten Demonstrationen von 1967 gegen den Schah, bei denen der Polizist Karl-Heinz Kurras den Demonstranten Benno Ohnesorg erschoss, was die Republik umkrempelte. Später kam heraus, dass Kurras Agent der Stasi war, und die Proteste gegen den Schah wohl wesentlich von der Stasi angezettelt worden waren.

Man hat das damals schon in Persien/Iran/Afghanistan versucht, den Islam zu nutzen, um ein Land auf links zu ziehen. Im Prinzip das zu tun, was man in Europa ab 1917 nur in Russland, aber nicht in Deutschland geschafft hat, nämlich den Kommunismus als direkten Nachfolger der Monarchie zu installieren, weil man die Demokratie so gar nicht gebrauchen kann. Die im griechischen Sinne. Weshalb Lenin und Luxemburg den Begriff einfach umdefiniert haben und das als Tarnbezeichnung für Kommunismus und eine Leninistische Einheitspartei verwenden – „Unsere Demokratie“.

Anders gesagt:

Wer in den Siebzigern und frühen achtziger Jahren einfach nur die Tagesschau gesehen hat (damals taugte die noch), wusste mehr als genug über den Islam, um zwar zu wissen, dass die Linken versuchen, sich mit dem Islam zu vereinen, dass das aber immer schief geht.

Ich war da zwar noch Kind und habe das alles noch nicht so richtig in aller Tiefe begriffen, aber ich kann mich durchaus erinnern, dass das alles schon im Fernsehen der damaligen Zeit beleuchtet wurde. Spätestens mit den Drohungen des Irans gegen Rudi Carrell wegen der BH-Wühlszene in dessen Ulk-Show musste jedem klar sein, was es mit denen auf sich hat.

Das Wissen war da.

Nur hat man dieses Wissen systematisch zerstört, indem man die Universitäten – die es hätten wissen können, sollen und müssen – auf links gezogen und durchverblödet hat.

Im Prinzip wäre es Aufgabe der Kulturwissenschaftler und der Politologen, das versammelte Linkstum davor zu warnen, sich mit dem Islam einzulassen. Es gab aber ein Totalversagen, stattdessen führte man den Krieg „gegen Rechts“, gegen jeden, der mit der Verbindung nicht einverstanden war, weil irgendwelche durchgeknallten Oberideologen meinten, dass man mit dem Islam das tun könne, woran die DDR noch gescheitert war.

Die Frage, woher man das hätte wissen sollen oder können, ist also verfehlt. In den Siebziger und Achtziger Jahren wusste man das noch.

Vor 25 Jahren dagegen wusste man es offiziell nicht mehr, weil man da bereits die Republik für die DDR 2.0 planierte, und dafür meinten die typisch ungebildeten Linken, dass Muslime genau die fehlende Sorte Mensch seien, damit der Sozialismus funktionieren könne.

Und nun sehen sie, dass das nicht nur nicht funktioniert, sondern sie sich sogar ihre eigene Existenzgrundlage abgesägt haben.

Linke eben.